Wie ich zu meiner Berufung Tieren zu helfen gefunden habe:
Meine Geschichte - Wie kam ich zu meiner Berufung?
PfeHuKa-Diätetik – ganzheitlich, nachhaltig und präventiv
Mein Name ist Virginia, bin 34 Jahre alt und habe meine Leidenschaft Tieren ganzheitlich und nachhaltig zu helfen zum Beruf gemacht. Mein Leben lang hatte ich immer viele Tiere um mich herum. Entsprechend hatte ich immer einen sehr engen Bezug zu Tieren, denn für mich waren sie immer Familienmitglieder. Im Laufe meines Lebens wurde ich immer wieder mit Krankheitsbildern und auch dem Tod unserer Fellnasen konfrontiert, wenn auch in Kindheitsjahren eher indirekt.
Die Verantwortung meiner Tiere gegenüber sie gesund zu erhalten, kam natürlich erst, als ich im Erwachsenenalter begann meine eigenen Tiere zu halten. Wie alle habe ich die Pferde mit den typischen getreidefreien Müslis und Co, den Hund mit Trockenfutter und vielen Leckerchen gefüttert, ohne mir darüber Gedanken zu machen, was diese Art der Fütterung langfristig mit meinen Vierbeinern macht, denn schließlich machen es ja alle so, folglich wird das schon richtig sein. Doch ich wurde eines Besseren belehrt in den folgenden Jahren.
Durch die Krankheitsbilder meiner Tiere bin ich auf meinen heutigen beruflichen Weg gekommen. Bei mir musste buchstäblich erst das Kind in den Brunnen fallen, was leider zum Leidwesen meiner Tiere und meines Geldbeutels geschah. Ich brachte mich quasi fast in den finanziellen Ruin, bis ich anfing die generelle Fütterung der Tiere, die Haltung und den Umgang mit Krankheiten zu hinterfragen.
Eines meiner damals beiden Pferde wurde im Mai 2020 plötzlich stoffwechseltechnisch so instabil, ohne dass vorher irgendwelche Symptome zum Vorschein kamen und trotz allen Maßnahmen, die der Tierarzt mir im Laufe des Jahres 2020 empfohlen hatte im Dezember 2020 wegen einer Kolik eingeschläfert werden musste. Mein zweites Pferd, welches ich schon mit Magengeschwüren im Alter von 3 Jahren erwarb, kam mit dem Verlust seines besten Freundes nicht klar und entwickelte natürlich erneut Magengeschwüre und zudem eine Entzündung der Dünndarmwand gleich hinter dem Magenausgang sowie eine Leberentzündung. Mehrere Klinikaufenthalte folgten und die Klinik sagte mir wir können noch Kortison verabreichen, aber stellen Sie sich drauf ein, dass Ihr Pferd sterben wird.
Nur in den Jahren 2020/2021 war ich mit Tierarzt und Klinik rund 20.000,00 EUR leichter, aber meinem Pferd wurde nachhaltig nicht geholfen.
Es wurde nur in den Akutsituationen durch die Tierärzte medikamentös behandelt und beim ersten Klinikaufenthalt wurden einige Untersuchungen durchgeführt. Die Anfütterung erfolgte durch die Klinik, danach kam sie nach Hause.
Ich stand am Rande der Verzweiflung. Ein Tier, welches völlig instabil war, ständig kolikte und sich sichtlich quälte. Sollte ich jetzt wirklich innerhalb weniger Monate zwei Pferde verlieren, obwohl ich doch alles, was Futtermittelhersteller und Tierärzte empfohlen haben gemacht hatte? Mir war kein Cent hierfür zu teuer, ich tat alles, was die Tierärzte mir sagten und ich scheute keine Mühe mich zu informieren etc. und doch zwei kranke Pferde?! Wie konnte das sein?
Was für mich definitiv nicht in Frage kam, meiner Stute jetzt auch noch Kortison zu verabreichen. Ich hatte das Gefühl, wenn ich das machen würde, dann wären ihre Tage gezählt. Es musste eine andere Lösung her, da die Leber schon vergrößert und ihre Schleimhäute gelblich waren. Kortison hätte sie meiner Meinung nach in diesem Stadium nicht überlebt. Über eine Freundin kam ich damals Gott sei Dank an einen sehr fähigen und fachlich kompetenten Stoffwechseltherapeuten für Pferde, der auf komplett natürlichem Wege mir und meiner Stute aus der Misere half.
Auch wenn es ein steiniger Weg, voller Höhen und Tiefen war, so ging ich den Weg weiter. Auch die Zweifel, die mich immer wieder überkamen, soll ich sie erlösen, mache ich das Richtige etc.. warf ich immer wieder über Bord.
Und eines kann ich dir sagen, ich stand mehr wie einmal an dem Punkt aufzugeben. Jetzt mal unabhängig davon, welch hohe Kosten in einem solchen Falle auf den Tierbesitzer zukommen und wie dein Tier leidet, was es mit dir persönlich macht, ist unbeschreiblich. Du bist ratlos und rastlos, recherchierst Tag und Nacht, sucht Mittel und Wege deinem Tier zu helfen. Psychisch war das eine große Belastung für mich.
Dank diesem tollen Therapeuten konnte ich meiner Stute nachhaltig helfen und sie lebt heute noch und hat so gut wie keine Probleme mehr trotz chronischer IBD. Während der Arbeit mit ihm beschloss ich, jegliches Fertigfutter egal ob für die Pferde oder die Hunde komplett wegzulassen und alle Medikamente, es sei denn sie waren wirklich sinnvoll eingesetzt. Ich bildete mich zum Thema Frischfutter bei Hunden und Katzen, natürliche Fütterung für Pferde, in der Phytotherapie, Schüßlersalze und Bachblüte mit Zertifizierungen weiter. Aktuell befinde ich mich in der Weiterbildung zur Tierheilpraktikerin mit der Zusatzqualifikation TCVM.
Aus gegebenem Anlass habe ich mich entschlossen auch anderen Tierbesitzern zu helfen. Ich weiß, was jede/r einzelne von euch durch macht, denn es sind nicht nur Tiere, sondern unsere Familienmitglieder. Das Wohl der Tiere liegt in unseren Händen, wir übernehmen damit eine unglaublich große Verantwortung und wir sollten meiner Meinung nach nicht alles Glauben, was uns die Werbung über Futtermittel XY u.ä. suggeriert.
Uns wird seit langem Glaube gemacht, wir seien nicht in der Lage, die Ration unserer Lieblinge unter Berücksichtigung der Nährstoffdichte selbst zu erstellen. Aber eines kann ich dir sagen, es ist so einfach, wenn du weißt, welche Stellschauben du drehen musst.
Und das schönste: Dein Tier wird es dir danken. Frischfutter schmeckt unseren Lieblingen tausend mal besser und fördert zudem die Gesundheit.
Somit ist jeder Plan individuell. Kein Plan passt auf mehrere Tiere. Jedes Tier wird in seinen genetischen Prädispositionen, Krankheitsbildern und individuellen Bedürfnissen unterstützt. Der Futterplan ist so individuell, wie dein Liebling.
Mein Behandlungsansatz ist immer ganzheitlich und nachhaltig. Selbstverständlich müssen wir den Tieren bei akuten Symptomatiken helfen, aber das Ziel einer jeden Therapie sollte immer sein, die Ursache zu finden und diese abzustellen. Nur so kann Nachhaltigkeit erreicht werden. Behandelt man nur die Symptome, werden die Probleme sich zwar kurzzeitig bessern oder auch verschwinden, aber sie werden an andere Stelle in Form eines anderen Symptoms wieder auftreten. Und kaum jemand stellt hier einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Symptomen her. Das ist das Problem warum wir es nicht schaffen unsere Tiere nachhaltig gesund zu erhalten. Daher ist eine umfangreiche Anamnese unumgänglich.
Zudem ist es sinnvoll bei allen Tieren, welche keine Krankheitsbilder aufweisen, präventiv zu arbeiten. Dies gelingt uns am besten, wenn wir in erster Linie die Fütterung auf eine natürliche und artgerechte Kost mit hoher Verdaulichkeit umstellen und die Tiere pflanzlich in ihrer Gesundheit unterstützen. Es spricht überhaupt nichts dagegen, wo es angebracht ist, auch mit Medikamenten zu arbeiten. Aber was leider im Alltag häufig außer Acht gelassen wird ist das allgemeine Entgiftungssystem des Organismus. Inwieweit sind Leber und Niere in der Lage, diese zusätzliche Belastung zu kompensieren? Jede noch so kleine Tablette hat Auswirkung auf den Stoffwechsel und letztlich auf die Gesundheit und Regenerationsfähigkeit unseres Lieblings. Dessen sollten wir uns immer wieder Bewusst werden.
Dir und deinem Tier helfen zu können ist für mich eine Herzenssache, meine Berufung.
Ich freue mich auf Euch!
Herzliche Grüße,
Virginia Weicherding